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Illegale Sammlung einer Ungarischen Familie!

09.05.2019 Aktuell finden wieder die Bürgerinnen und Bürger der Städte und Gemeinden im Landkreis Regensburg Wurfzettel in ihren Briefkästen, in denen eine „ungarische Familie“ ankündigt, eine Sammlung durchzuführen. „Wir nehmen alles, was Sie nicht brauchen“, steht darauf und eine lange Liste von Gegenständen, die gesammelt werden. Das Landratsamt Regensburg weist darauf hin, dass diese Sammlung illegal ist. Die Gemeinde Barbing bittet: Wenn Sie diese „Familie“ beim Sammeln feststellen bitten wir um Verständigung der Polizeiinspektion Neutraubling. Diese kann die Sammlung unterbinden und ein Verwarngeld festsetzen. Merken Sie sich auch das Kennzeichen des Fahrzeuges!

Abfälle aus privaten Haushalten (also alles, was der Besitzer nicht mehr braucht und deshalb loswerden will) müssen nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz grundsätzlich dem zuständigen öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger, also dem Landkreis Regensburg, angedient, d. h. überlassen werden. Ausnahmen gelten für nicht gemischte, nicht gefährliche Abfälle (z. B. Altkleider, Eisenschrott), wenn sie durch eine gemeinnützige oder gewerbliche Sammlung einer ordnungsgemäßen und schadlosen Verwertung zugeführt werden.

Solche Sammlungen müssen aber vorher beim Landratsamt gemeldet und die ordnungsgemäße und schadlose Verwertung nachgewiesen werden. Die Sammlung der „ungarischen Familie“ wurde aber weder angezeigt, noch ist auf dem Wurfzettel eine Kontaktadresse angegeben.

Zudem sind in der Auflistung auch viele Gegenstände enthalten, die wegen ihrer Zusammensetzung als gefährlicher Abfall eingestuft werden (z. B. Elektro- und Elektronikgeräte und Altfahrzeuge wie alte Mopeds und sogar Pkws). Diese müssen gesondert entsorgt werden, z. B. über die Elektrogeräte-Container auf den Wertstoffhöfen oder sperrige Abfälle über den kostenlosen Abholdienst für Sperrmüll bzw. bei Altfahrzeugen über anerkannte Annahme- oder Rücknahmestellen oder anerkannte Demontagebetriebe.

Auch muss davon ausgegangen werden, dass die Sammler die Gegenstände, die für sie nicht zu gebrauchen sind – sofern sie sie nicht einfach am Straßenrand stehen lassen – später irgendwo auf Parkplätzen oder in der freien Natur entsorgen. Zu den dadurch teilweise entstehenden Umwelt- und Sicherheitsproblemen müssen die Hinterlassenschaften dann auf Kosten der Allgemeinheit beseitigt werden.

Sollte zurückverfolgt werden können, wer der Abfallerzeuger ist, also bei wem diese Abfälle entstanden sind bzw. wer sie zur Abholung bereitgestellt hat, können auch diese Personen für die illegale Entsorgung zur Verantwortung gezogen werden!

Des Weiteren erfolgt der Hinweis, dass es sich bei der „ungarischen Familie“ keineswegs – wie mit dieser Bezeichnung suggeriert – um einen Familienbetrieb handelt, dem mit einer „Spende“ aus wirtschaftlicher Not geholfen würde. Vielmehr handelt es sich um eine zumindest im süddeutschen Raum flächendeckend agierende Organisation, bei der eindeutig die Gewinnerzielung im Vordergrund steht.

Das Landratsamt Regensburg appelliert daher eindringlich an die Bürger, sich an dieser Sammlung nicht zu beteiligen!

Kategorien: Rathaus